der schweiß trat mir von der stirn. und alles was ich fuehlte war bittere leere. eine leere hülle ohne ihren körper, der sie zusammen hielt. ich vergaß die zeit und somit konnte ich kurze sekunden meine wut in unersetliche tarurigkeit umwandeln. ich wollte schon den spiegel zertrümmern, doch ewtas hielt mich zurück. sieben jahre. sieben jahre pech. sieben jahre pech war wirklich das letzte was ich gebrauchen konnte, meine hand sank nach unten, meine geballten fäuste lösten sich und ich lies den schmerz einfach über mich ergehen.
23.6.08 17:10


wofür kämpfen wenn es sich eh nicht lohnt? oft komme ich mir wie in einem film vor und warte nur auf ein happy end. vielleicht wird ja alles gut. ich überwinde mich ja auch. ich bin ergeiziger geworden. offener. & doch scheinen die letzten sekunden meines nicht-happy ends auf dem film gerade abzulaufen. kämpfe ich nicht genug? oder habe ich es gar, nicht verdient? muss ich mehr geben? wieviel denn noch? ich habe angt und ich kann diese angst nicht ablegen. wie auch? wenn man keine erfolgserlebnisse hat, was lässt einen weiter machen? hoffnung. hoffnung auf was?! ja auf was...ich weiß es nicht. ich wuerde es zu gerne wissen. ich weiß nur eins...fuer mich werde ich niemals gut genug sein koennen. ich kotze mich selbst am meisten an. lass mich doch einmal glücklich und zufrieden sein. lass mich einmal wissen das ich wirklich gut bin. lass es mich wissen wenn es soweit ist.
 
ich will nicht aufgeben.
29.5.08 23:47


wir liefen durch die engen gassen. die luft roch wiederlich. ich hasste diesen duft. mein magen drehte sich bei diesem geruch immer um 90 °c. ich blickte durch die gelben waende. sah verzweiflung. sah sie. in einem sonnenblumen-gelben t-shirt. blasse haut. kurzes erloschenes blondes haar. sie wirkte wie ein kind. klein war sie. und mager. abgemagert. ihre lippen hatten kaum farbe, ein weiß-rosa unterstrich ihren taint. ihr augen hellblau wie der sommerhimmel. jedoch wirkte sie verloren in ihrer zierlichen gestalt. sie schaute mich an. ich dachte mir das sie, das was ich bin nie sein wollte. ich war normalgroß. meine haare waren braunrot & gelockt wie die einer alten puppe. meine augen hellblau. meine haut so blass wie ihre. viele verglichen mein gesicht mit einer melancholisch puppe. ich wirkte oft traurig und trozdem ueberspielte ich dies gut. ich wusste wie ich traenen zurueck halten konnte. wie ich lachen konnte in dem moment wo ich eigentlich weinen wollte. es war alles nur fassade. denn dahinter schaut doch niemand. ich wollte wissen wie es ihr geht. wollte sie nicht zu lange anstarren. ihre zerbrechliche haut, schien mir wie ein seidentuch. so duenn. mit einem windstoß haette sie es vermutlich auf den kalten marmor boden geschlagen. ich ging an ihr vorbei, ohne einen weiteren blick. ich glaube sie wollte es auch nicht. sie sah mich an. dachte sich so will ich nie sein. und ich dachte mir waere ich sie wuerde ich warscheinlich auch so denken. wenn ich in den spiegel blicke bekam ich diesen selbsthass. selbstzweifel. ich habe schon nach beratungstipps gesucht. es heißt man sollte nur die schoenen dinge an sich beachten & die dinge die man an sich nicht leiden kann keine weitere beachtung schnenken. aber wie sollte das gehen?! mir fiel absolut nichts ein was ich im inferntesten an mir moegen sollte. ich hasste mein gesicht. mein körper. meinen charakter. ich wurde bewundert. jedoch nicht gemocht. ich wurde bewundert fuer dinge die mir selbst nicht klar waren. fuer dinge die ich selbst nie gesehen habe. es waren immer andere besser.schlauer. schoener. reifer. ich war nie zufrieden. ich fragte mich ob es ihr wohl ähnlich ging. sie hasste ihren körper da war ich mir sicher. aber was war mit dem rest? ich hatte einmal ein starkes selbstbewusstsein, ich frage mich wo das geblieben ist. ich konnte durch die clubs ziehen und alle blicke auf mich reißen, und mir war es egal was die leute dachten ...ich genoß die blicke, die aufmerksamkeit. heute trau ich mich kaum aus dem haus. ich fuehle mich haesslich,fett und nicht bewundernswert. ueberhaupt gar nicht. ich fuehle mich nicht mal mehr mit schminke wohl. ich hasse mein gesicht. ich koennte kotzen wenn ich es seh. ich ueberlege mir oft eine nasen-op zu machen. jedoch habe ich angst mich nicht selbst zu finden. er hat gesagt er wuerde mich verlassen. er muss ja nicht mit dieser verunstaltung leben. ich ziehe mich selbst immer runter auch wenn ich das nicht will. ich verstehe gar nicht wieso mein ego so weit unten ist. wieso ich so denke. wieso ich mich so fuehle. wieso ich so bin. und wieso ich kein selbstbewusstsein mehr habe, denn ich hatte es wirklich. ich fand mich nie huebsch. aber ich hatte selbstbewusstsein. ich moechte dies wieder haben. mich gut fueheln. vielleicht hatte sie sich auch mal gut gefuehlt. vielleicht moechte sie ihren koerper. sie wollte etwas aendern. deshalb war sie dort. ich war nur etwa eine stunde dort. es regnete in strömen dann musste ich in den bus einsteigen. die fenster waren vom nassen regen total beschlagen, ich malte kleine herzchen an das fenster und lauschte den prasselden regentropfen die ans fenster klopften. den kopf an das fenster gelehnt, in gedanken schon weit weg. ich fiel mal wieder ins traumland. ins zauberland. dort war alles ok. die schoenheit des fruehlings lies mich laecheln. das viele gruen. der regen. der geruch des nassen grasses. es war alles so gruen. gruen. hoffnung. von dem huegel dort oben sah es fast schon wie der regenwald aus. ich wollte nie aufgeben. hingefallen. aufgestanden. der regen hatte aufgehoert. ich musste aussteigen. fast haette ich es vergessen. leider war es nicht paris. sondern nur die s-bahn haltestelle 30 minuten von zuhause.
19.5.08 21:51


Gratis bloggen bei
myblog.de